Gute Nacht Papi - 10 Tipps zur optimalen Schlafumgebung

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Montag, den 17. September 2012 um 19:39 Uhr

Gesunder Schlaf ist besonders für Neugeborene und kleine Kinder außerordentlich wichtig. Die richtige Schlafumgebung sorgt hierbei nicht nur dafür, dass sich Ihr Baby gut erholen kann, sondern sie ist auch ein sehr wichtiger Faktor dem pötzlichen Säuglingstod vorzubeugen.

Den Schlafplatz für das Kindchen herzurichten ist eine Aufgabe, die der werdende Vater gut übernehmen kann.

Vaternetz.de gibt Ihnen hier 10 Tipps für die optimale Schlafumgebung Ihres kleinen Schatzes.

 

 

1. Immer in Rückenlage

Laut der aktuellen Expertenempfehlung sollen Babys immer in Rückenlage schlafen. Somit ist gewährleistet, dass sie ungehindert atmen können. Auch auf der Seite sollte das Baby zum Schlafen nicht liegen, es besteht die Gefahr, dass es sich auf den Bauch dreht. Zum Ausgleich darf und sollte ihr Baby tagsüber, wenn es wach und von Ihnen beaufsichtigt ist, gelegentlich auf dem Bauch liegen. Dies kräftigt die Nacken- und Rückenmuskulatur und ermöglicht dem Kleinen einmal eine gänzlich andere Perspektive.

 

2. Im Elternschlafzimmer

Bis zu seinem 1. Geburtstag sollte das Baby bei Papa und Mama im Elternschlafzimmer in seinem eigenen Bettchen schlafen. Auf diese Weise ist es immer sicher bei Ihnen. Und falls es gestillt wird kann Mama es so gleich zu sich nehmen.

 

3. Das Raumklima

Die optimale Raumtemperatur zum Schlafen beträgt 16-18°C. Das Schlafzimmer sollte regelmäßig gelüftet werden, jedoch sollte das Fenster nicht dauernd „gekippt“ sein, damit das Kind keine Zugluft abbekommt.

 

4. Absolutes Rauchverbot!

Eine rauchfreie Umgebung ist ein Muss! Im Schlafzimmer zu rauchen, in dem auch ein Kind schläft, ist absolut tabu!

 

5. Das Bettchen

Zunächst sollte das Baby in einer Wiege oder einemStubenwagen im Elternschlafzimmer schlafen. Hierin fühlt sich das Kleine sicher und nicht so verloren wie in einem großen Bett. Gewährleisten Sie, dass eine gute Luftzirkulation stattfinden kann.

Wird das Baby größer, braucht es ein richtiges Babybettchen. Dies ist etwa mit einem halben Jahr soweit. Auch beim Erwerb eines guten Gitterbettchens geht die Sicherheit vor. Achten Sie darauf, dass die Matratze nicht zu dick ist, damit das Baby nicht zu tief darin versinkt und seine Atmung behindert wird. Die Matratze sollte also nicht dicker als 10cm und eher fest sein.

BeimBettchen selbst sollten Sie hierauf achten: Keine scharfen und spitzen Kanten; die Gitter sollten fest verleimt sein. Der Abstand zwischen Lattenrost und Oberkante des Gitters sollte nicht weniger als 60cm hoch sein, damit das Baby, wenn es aufstehen kann, nicht kopfüber herausstürzen kann. Der Abstand zwischen den einzelnen Gitterstäben sollte zwischen 4,5 und 6,5 cm groß sein. So kann das Baby nicht hindurchrutschen, sich aber auch nicht einklemmen.

Es sollten sich nirgends am Bettchen Ritzen, Bohrlöcher, Schrauben oder ähnliches in Babyfingerreichweite befinden. Seien Sie sicher Ihr Baby würde versuchen hier die Fingerchen hineinzustecken.

 

6. Im Schlafsack

Am sichersten aufgehoben ist ihr Nachwuchs in einem Schlafsack. Diesen kann es sich, im Gegensatz zu einer Decke, nicht über den Kopf ziehen und freistrampeln kann sich das Baby auch nicht. Bei der Auswahl des richtigen Schlafsackes ist darauf zu achten, dass er etwa 15cm länger als das Baby ist. So hat es genügend Platz zum Strampeln, verheddert sich aber doch nicht in zuviel Stoff. Außerdem gibt es Schlafsäcke in verschiedenen Dicken. Im Hochsommer benötigt das Baby natürlich einen dünneren als im Winter.

 

7. Wärmestau vermeiden

Am Anfang braucht Ihr Kind noch gar kein Kissen zum Schlafen. Es könnte nur damit sein Gesichtchen bedecken und damit die Atmung behindern. Verzichten Sich auch zum Wohle Ihres Kindes auf Schaffelle im Kinderbett. Diese führen zur Überwärmung des Babys. Basteln Sie bitte auch keine Nestchen. Absolut tabu sind auch Wärmflaschen! Das Baby könnte sich daran verbrühen.

 

8. Was soll das Baby zum Schlafen anziehen?

Es ist völlig ausreichend wenn das Baby eine Windel, einen Body und einen Schlafanzug zum Schlafen trägt. Bei großer Sommerhitze eher noch weniger. Prüfen Sie ob es Ihrem Baby zu warm ist, indem Sie seinen Nacken befühlen.

Die Händchen fühlen sich oft etwas kühl an ohne dass es dem Baby allerdings kalt ist. Bitte setzen Sie dem kleinen Schatz zum Schlafen keine Mütze auf. Ist es dem Baby nämlich zu warm, kann es gut über den Kopf überschüssige Wärme abgeben.

 

9. Sonst gehört nichts ins Bett

Auch wenn es doch so süß aussieht – halten Sie sich zurück Kuscheltiere oder Spielzeug mit ins Bettchen zu legen. Ein kleines sicheres Kuscheltier ist ausreichend. Daran sollten sich keine Schnüre oder dergleichen befinden und Sie sollten sichergehen, dass das Baby davon nichts abreißen und verschlucken kann. Achten Sie hier bitte auf eine gute Qualität. Es gehören auch keine Tücher oder Stoffwindeln mit ins Bett, das Baby könnte sich darin nur verwickeln. Kontrollieren Sie immer mit einem prüfenden Blick bevor Sie das Baby hinlegen, dass sich keine verschluckbaren Kleinteile im Bettchen befinden. Besonders wenn weitere Kleinkinder im Haushalt leben könnte dies versehentlich der Fall sein.

10. Allergenarme Umgebung

Die Zahl der Kinder mit Allergien ist in den letzten Jahren angestiegen. Hier spielen vor allem Allergien, die die Atemwege betreffen eine große Rolle, z.B. allergisches Asthma bronchiale. Mit der Gestaltung eines allergenarmen Babyschlafplatzes können Sie helfen, einer Allergie vorzubeugen. Grundsätzlich gilt: alles Bettzeug sollte bei mindestens 60°C waschbar sein. Die Betwäsche sollte einmal pro Woche ausgewechselt und gewaschen werden. Hauptverursacher von Allergien sind Hausstaubmilben und Schimmelpize. Achten Sie deshalb besonders auf ein gutes Raumklima und lüften Sie regelmäßig. Milben und Pilze mögen es gerne dunkel und feucht. Die Bettdecken bei schönem Wetter in die Sonne an die frische Luft zu hängen ist daher intuitiv richtig und unbedingt zu empfehlen!

 

 

Weitere Infos zur Schlafumgebung finden Sie auf: kindergesundheit-info.de der BZgA